Seit Anfang April habe die Gruppe mit den Proben für das Theaterstück „Aufmachen“ begonnen, sagte Theaterpädagogin und Gruppenleiterin Katja Ahlers. In den zwei Übungsstunden jeden Donnerstag sei aber nicht nur geschauspielert worden, eine Begegnung zwischen den Jugendlichen sei geschaffen worden, die Grenzen von Kultur, Religion und Vorurteilen sollten überwunden werden. Ein reger Sprachaustausch fand statt. „Wir versuchen auch Arabisch zu sprechen“, sagte Ahlers. „Unser Hauptanliegen ist Menschen zusammenzubringen, die zusammen in einem Land leben“, ergänzte die Pfarrerin der Jugendkirche, Dr. Iris Keßner. Und zwar nicht nur um sich die Geschichten der Flüchtlinge anzuhören, sondern um sich auf Augenhöhe zu begegnen und sich als starke Persönlichkeiten wahrzunehmen, erklärte sie. Das bemerke auch Regina Schumacher-Goldner von der Flüchtlingshilfe Hamm. Die Phase der Individualisierung habe begonnen. Nachdem eine Wellenbewegung an Flüchtlingen nach Deutschland kam, lerne man jetzt die Individuen dahinter kennen.

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