Schreibt mal alles auf, was euch zum Thema Advent und Weihnachten einfällt. So lautete eine Aufgabe an Konfirmanden im Unterricht. Erwartungsgemäß wurde vieles genannt was man augenblicklich so täglich erlebt: An erster Stelle: natürlich Geschenke, dann Familie, gemeinsam feiern, lecker essen, Tannebaum, Kerzen, Weihnachtsmarkt, Weihnachtsmusik, Maria, Josef, Krippe, ganz häufig wurde auch Schnee aufgeschrieben. I’m dreaming of a white christmas, obwohl viele der Jugendlichen bisher nur einmal weiße Weihnachten erlebt haben. Tatsächlich brachten auch einige Jugendliche die Geburt Jesu mit Weihnachten in Verbindung. Einig waren sich aber alle darüber, dass Weihnachten auf jeden Fall etwas Positives ist, das man mit einem guten Gefühl verbindet. Viele Menschen die auf der Flucht sind, suchen auch nach diesem guten Gefühl, nach Sicherheit, nach Schutz und Geborgenheit, nach einem Dach über dem Kopf, nach menschlicher Nähe und Wärme, wie Maria und Josef. Viele haben Angst vor den vielen geflüchteten Menschen die jetzt zu uns kommen, weil sie eine andere Kultur und Religion mitbringen, sind sich aber oft ihrer eigenen Kultur und Religion nicht mehr so wirklich bewusst. Deshalb finde ich es besonders wichtig, dass wir uns gerade auch im Konfirmandenunterricht mit der Weihnachtsgeschichte auseinander setzen. Wir sind alle irgendwie auf der Suche nach einer heilen Welt, besonders zu Weihnachten. Nach der Unterrichtsstunde, ich hatte schon gepackt und wollte gerade gehen, da hatte ich noch ein erstaunliches Erlebnis, da begann ein Mädchen zu singen: Stern über Bethlehem zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht. Gerne machte ich mich auf den Weg und freute mich!